Holzmafia-Oberkleen

Brennholzverkauf & Co. Oberkleen

Tipps zum Holzkauf

Holz kaufen ist Vertrauenssache, auf dieser Seite geben wir Ihnen Tipps, die sie beim Holzkauf beachten sollten. Die Ware kann unterschiedliche Qualitätsmerkmale aufweisen, ohne dass Sie als Käufer dies bemerken. Dieser kleine Leitfaden soll helfen, dass Sie mit Ihrem Holzhändler auf Augenhöhe diskutieren können. Werden Sie Experte!

„Sorgfältige Planung“

Vorsicht bei Schnäppchen qualitativ hochwertiges Holz hat seinen Preis. Der Preis ist dann mit weiteren Angeboten zu vergleichen, die gleiche Leistung versprechen. Niemand, der wirklich etwas vom Geschäft versteht, wird einen Schüttraummeter Buche für unter 45 Euro weggeben. Gehen Sie allzu attraktiven Sonderangeboten aus dem Weg und vermeiden Sie so unnötigen Ärger. Schauen Sie sich das Holz an und seien Sie bereit, für Qualität auch zu zahlen.

Und eins noch: Lehnen Sie im Zweifelsfall Lieferungen ab, solange das Holz noch auf dem Transporter ist. Das ist ein Gebot der Fairness dem Verkäufer gegenüber.

  • Um welche Holzart handelt es sich?
  • Ist das Holz trocken?
  • Qualität (Kernholz, Restholz, Industrieholz, Möbelholz)?
  • Wie ist der Verarbeitungszustand (Gespalten, ofenfertig gesägt)?
  • Wird in Raummeter oder Schüttraummeter gemessen?
  • Ist die Lieferung frei Haus enthalten?

Die passende Holzsorte?

In der Regel bevorzugen deutsche Holzkäufer Hartholz, das Beliebteste dabei ist Buche. Sie erkennen Buche daran, dass das Holz selbst hell und hart ist. Drückt man mit dem Fingernagel in das Holz, entsteht kaum eine Einkerbung. Die Rinde, kann von silbergrau bis dunkelgrau variieren, ist aber immer glatt – im Gegensatz zur Eiche. Eichenholz ist rotbraun und hat eine sehr raue, oft faserige Rinde. Eiche riecht zudem – verantwortlich dafür ist die enthaltene Gerbsäure. Alte und schlecht gelagerte Buche ist meist nur noch am Gewicht zu erkennen und gegenüber Weichholz abzugrenzen. Ein gutes Stück Buche hat immer ein „kerniges“ Gewicht.  Esche – gut mit Buche vergleichbar-  ist sehr gutes Brennholz. Die Heizwerte von Hartholz sind alle vergleichbar, allerdings unterscheiden sich die Abbrandformen. Eiche hält z. B. die Glut länger. Hier geben wir keinerlei Empfehlungen – trockenes Hartholz ist immer gut. Egal ob vom Kirschbaum oder vom Ahorn. Allenfalls Birke nimmt eine Sonderstellung ein, da dieses Holz  als ideal für die Verbrennung im offenen Kamin gilt durch den sehr ruhigen Abbrand.

Noch ein Tipp: verbrennen Sie Eiche immer  bei hohen Temperaturen. Die enthaltene Gerbsäure ist nicht gut für Ofen und Kamin, dem kann mit einer hohen Brenntemperatur entgegen gewirkt werden. Weichhölzer wie Tanne, Fichte, Douglasie oder Kiefer sind leichter als Hartholz, und unterscheiden sich untereinander in der Dichte und vor allem im Harzgehalt. Aufgrund ihrer spezifischen Dichte sind Weichhölzer günstiger als Hartholz.

Unsere Empfehlung für Weichholz ist eindeutig Fichte, da es beim Verbrennen gut riecht und auch länger brennt als andere Holzarten. Weichholz trocknet übrigens unglaublich schnell. Sie können das Frühjahrsholz – wenn es optimal gelagert wird – im folgenden Winter unbedenklich verbrennen. Ein Kilogramm Buche brennt nicht besser, länger oder heißer als ein Kilogramm Fichte, es ist nur deutlich weniger Holz. Praktisch gesehen müssen Sie Weichholz öfter nachlegen und haben mehr Asche, dafür ist auf der Positivseite ein hoher Brennwert zu verzeichnen. Dies bedeutet: Weichholz brennt schneller an und bringt Ihren Ofen auch schneller auf Betriebstemperatur. Grundofenbetreiber können Weichholz energetisch besser verarbeiten als Stahlkaminofen-Besitzer.

Unterscheiden Sie auch zwischen Kernholz und Astholz. Im Normalfall wird Stammholz auf Meter gesägt, gespalten und dann ggf. auf Wunschlänge geschnitten. Holz mit der Rinde auf der einen Seite und dem Baumzentrum auf der anderen Seite bezeichnet man als Kernholz. Kernholz trocknet sauberer als z. B. ein Ast, der rundum von Rinde umschlossen ist. Die Stücke sollten handlich sein, also gut mit einer Hand transportiert werden können.
Als Sichtkontrolle: Achten Sie darauf , dass das Holz sauber ist, also trocken gelagert wurde. Das Holz sollte nicht schimmlig sein oder eine durchgehend gleiche Färbung aufweisen. Trocknungsrisse und abspringende Rinde sind Zeichen dafür, dass das Brennholz „reif“ ist. Graues Buchenholz spricht für das Alter des Holzes, zu alt sollte es aber auch nicht sein. Hartholz verbrennt man idealerweise im dritten Winter nach dem Einschlag.

Bei wirklich optimaler Lagerung und einem heißen und trockenen Sommer ist Buche aber auch schon im Winter nach dem Einschlag reif zur Verbrennung. Bedingung dafür ist aber, dass es gespalten und überdacht einem warmen und windigen Sommer ausgesetzt wurde.

Sie verfügen über eigenes Holz
Bemühen Sie sich um eine schnelle Weiterverarbeitung, dann können Sie nach 1 1/2 Jahren heizen, selten früher. Achten Sie unbedingt darauf, das Astholz gespalten wird, auch wenn es aufgrund fehlender Dicke nicht nötig wäre. Umlaufende Rinde verhindert ein zügiges Abtrocknen und das Holz vermodert. Ungespaltenes Holz trocknet ebenfalls nicht, bzw. nur wesentlich langsamer, als optimal aufgearbeitetes Holz.

Profi werden
Werden Sie Profi: Mit einem  Holzfeuchtemesser können Sie die Feuchte des Holzes anhand der Leitfähigkeit messen. Nasses Holz leitet elektrischen Strom schneller, bzw. bietet weniger Widerstand. Im Normalfall wird die Holzfeuchte in Prozent angegeben. Deutlich über 20 Prozent bedeutet: Das Holz ist nass und sollte noch nicht verbrannt werden. 20 % oder weniger sind ideal. Beim Einkauf im Sommer kann das Holz rund 25 – 28 Prozent Feuchte haben, bis zum Winter ist es getrocknet und kann problemlos verbrannt werden.

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